psychologische Beratung und Kinesiologie, Peter Fischer, lic.phil.I, Biel

Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 57

Thema Emotionen: Trauer – ihre Begleitemotionen

Trau­er, aus­ge­löst durch den Ver­lust eines gelieb­ten Men­schen, ist eine schmerz­haf­te Erfah­rung, die Zeit braucht, um ver­ar­bei­tet zu wer­den. Inner­halb der Trau­er­ar­beit erlebt der betrof­fe­ne Mensch ver­schie­de­ne Pha­sen und emo­tio­na­le Zustän­de.

Die Todes­nach­richt, vor allem wenn der Tod plötz­lich und unver­hofft ein­trifft, wirkt häu­fig als Schock. Es folgt eine Schock­star­re: Der betrof­fe­ne Mensch erlebt sich wie eine Maschi­ne, emp­fin­dungs­los, erle­digt Din­ge wie ein Auto­mat, gefan­gen in der ver­zwei­fel­ten Hoff­nung „das kann doch nicht wahr sein — das ist nur ein böser Traum!“ Das inne­re Ver­nei­nen der Situa­ti­on weicht meist einem Hass auf den Tod, ver­bun­den mit Wut und Zorn. Die Wut kann sich sogar gegen den Ver­stor­be­nen rich­ten, weil er einen ver­las­sen und allein gelas­sen hat. Das Gefühl des Allein­seins kann Angst aus­lö­sen: „Nie­mand und Nichts kann die­sen inne­ren lee­ren Platz, der nun ent­stan­den ist, fül­len!“ Wenn Bekann­te und Freun­de die trau­ern­de Per­son „in ihrer Trau­er nicht stö­ren wol­len“ und sie „in Ruhe las­sen“, dann fühlt sie sich nicht nur allein, son­dern auch ein­sam. Vor allem in einem sol­chen Moment wächst ein star­kes Begeh­ren nach jener Nähe und Zärt­lich­keit, wel­che die ver­stor­be­ne Per­son einem gege­ben hat. Es kön­nen sich auch Schuld­ge­füh­le mel­den: Das Gefühl „nicht alles gege­ben zu haben“ oder „Din­ge nicht mit­ge­teilt zu haben, die eigent­lich hät­ten gesagt wer­den müs­sen“ oder Erin­ne­run­gen an Ver­let­zun­gen, die man dem ande­ren zuge­fügt hat. Hof­fent­lich erlebt die trau­ern­de Per­son auch Momen­te der Freu­de, ver­bun­den mit der Erin­ne­rung und dem Wis­sen, dass man viel Schö­nes und Wert­vol­les mit­ein­an­der erlebt hat. Sol­che Momen­te kön­nen zu einem Gefühl der Dank­bar­keit hin­füh­ren: „Sie/Er hat mein Leben berei­chert, die­sen Schatz kann mir nie­mand weg­neh­men“. So wird die Trau­er wie eine Art Pfand für das Kost­ba­re, das die ver­stor­be­ne Per­son für einen war.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 56

Trauer

Trau­er erle­ben wir, wenn uns etwas, das uns viel bedeu­tet, genom­men wird: Ein lie­ber Mensch oder ein gelieb­tes Tier, ein für uns wert­vol­ler Gegen­stand, kör­per­li­che Unver­sehrt­heit, Gesund­heit und Schön­heit. Es kann auch eine Hoff­nung sein oder ein erwar­te­ter Erfolg, der nicht ein­trifft, oder Hei­mat, die ver­lo­ren geht oder die man ver­las­sen muss. Vor Ver­lus­ten im Leben kön­nen wir uns nicht absi­chern. Trau­er hilft bei der Anpas­sung an einen Ver­lust. Sie ist eine spon­ta­ne, natür­li­che und selbst­ver­ständ­li­che Ant­wort auf Ver­lust. Sie schafft einen inne­ren und auch gegen aus­sen wir­ken­den Schutz­raum, der uns vor zu vie­len Rei­zen abschirmt. Psy­chisch beginnt ein Pro­zess, der uns hilft, sich von dem, was wir ver­lo­ren haben, zu lösen, zu ver­ab­schie­den und als Ver­lust zu akzep­tie­ren. Trau­er ist etwas sehr Per­sön­li­ches und fin­det einen sehr indi­vi­du­el­len Aus­druck: Eini­ge sind in ihren Gedan­ken stän­dig mit dem beschäf­tigt, was sie ver­lo­ren haben. Ande­re spü­ren nur noch eine gros­se inne­re Lee­re und haben das Gefühl, das Leben gehe an ihnen vor­bei. Man­che wol­len allein sein, ande­re sind sehr dank­bar, wenn sie Trost und Nähe erfah­ren.

Es gibt eine ruhi­ge Sei­te der Trau­er: Wir spü­ren eine inne­re Schwe­re, die uns zu läh­men scheint. Wir haben das Gefühl, stän­dig müde und erschöpft zu sein. Wir zie­hen uns zurück. Wir haben kaum Hun­ger. Am liebs­ten möch­ten wir nur noch schla­fen. Trau­er kann sich auch laut äus­sern: Wir wei­nen, schluch­zen, schrei­en. Wir fin­den kei­ne Ruhe und sind stän­dig mit irgend­et­was beschäf­tigt. Wei­nen ist gesund. Es dient dem Stress­ab­bau und för­dert die Erho­lung. Wei­nen ist oft mit Scham behaf­tet. Das soll­te nicht sein, denn Wei­nen ist ein natür­li­cher Vor­gang und wird von aus­sen meis­tens auch so wahr­ge­nom­men. In unse­rer Kul­tur wird die lau­te Sei­te der Trau­er wenig aus­ge­prägt gelebt. Man geht davon aus, dass man die­se mit sich selbst aus­macht und ver­ar­bei­tet. Geteil­te Trau­er hilft im Umgang mit dem oft tie­fen Schmerz auf­grund einer Ver­lus­ter­fah­rung.

Trau­er ist eine Emo­ti­on, die einen unter­schwel­lig län­ge­re Zeit beglei­tet. Sie war­tet dar­auf, dass man sich auf sie ein­lässt und durch sie hin­durch geht. Dabei ist es hilf­reich, beson­de­re Mit­tel und Wege zu fin­den, um sie aus­zu­drü­cken. Bei­spie­le:  Abschieds­ri­tua­le oder schöp­fe­ri­sche Tätig­kei­ten mit Mate­ria­li­en, die zum krea­ti­ven Tun anre­gen (z.B. Ton oder Papier und Farbe/Tinte). Trau­er  fin­det immer wie­der Aus­lö­ser (z.B. Erin­ne­run­gen) oder kommt oft ein­fach so und geht dann wie­der wie eine Wel­le. Wenn wir ihr nichts in den Weg stel­len, kann sie von selbst flies­sen und nach aus­sen gelan­gen. Wenn die Trau­er lan­ge all­ge­gen­wär­tig bleibt und alles über­la­gert, dann ist es ange­mes­sen, eine pro­fes­sio­nel­le Beglei­tung in der Trau­er­ar­beit  auf­zu­su­chen.

The­ma des nächs­ten Psy­cho­lo­gi­schen Sonn­tags-Häpp­chens: Die Beglei­te­mo­tio­nen der Trau­er

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 55

Thema Emotionen: Wut — wahrnehmen und ausdrücken

Wut ent­steht, wenn die eige­nen Gren­zen ver­letzt wer­den. Dies war eine der Haupt­aus­sa­gen im letz­ten Blog. Wenn eige­ne Gren­zen ver­letzt wer­den, neh­me ich dies viel­leicht gar nicht bewusst wahr. Plötz­lich spü­re ich eine inne­re Anspan­nung. Hal­te ich inne und gehe die­ser kör­per­li­chen und emo­tio­na­len Anspan­nung nach, ent­de­cke ich häu­fig, dass ich ins­ge­heim Wut emp­fin­de – offen­bar hat mich jemand oder etwas auf eine sub­ti­le Art und Wei­se ver­letzt. Die Wut kann sich aber auch sehr laut und deut­lich mel­den, wenn das Ver­hal­ten mei­nes Gegen­übers mich direkt und deut­lich ver­letzt.

Wenn ich mir der Wut bewusst bin, ergrün­de ich in der Regel auto­ma­tisch, was der kon­kre­te Aus­lö­ser der Wut war. Oft bleibt man bei die­ser Suche beim Ver­hal­ten oder bei den Wor­ten und beim „Täter“ ste­cken. Die­ser ers­te Schritt ist wich­tig, las­sen Sie es aber nicht dabei bewen­den. Fra­gen Sie sich auch, wel­che Ihrer Inter­es­sen und Bedüf­nis­se ver­letzt wur­den. Bei­spiel: Sie haben sich mit einem Freund aus­wärts ver­ab­re­det. Er erscheint nicht. Sie sind wütend. In Ihrer inne­ren Ver­ar­bei­tung die­ser Situa­ti­on erken­nen Sie, dass Sie sich inner­lich gestresst zu die­ser Ver­ab­re­dung auf­ge­macht haben, weil sie noch eini­ges zu Hau­se hät­ten erle­di­gen sol­len. Sie erle­ben die fehl­ge­schla­ge Ver­ab­re­dung als Zeit­ver­lust. Es wird Ihnen klar, dass vor allem die­ser Umstand Sie wütend gemacht hat.

Wenn ich weiss, was mei­ne Wut aus­ge­löst hat und ich her­aus­ge­fun­den habe, in wel­chen mei­ner Inter­es­sen und Bedürf­nis­se ich ein­ge­schränkt wur­de, ver­fü­ge ich über eine Rei­he von Infor­ma­tio­nen. Wenn ich den Freund das nächs­te Mal sehe, dann fällt es mir leich­ter, ihn nicht anzu­kla­gen, son­dern ihm fol­gen­des mit­zu­tei­len: „Ich war ziem­lich wütend, weil du zu unse­rer Ver­ab­re­dung nicht erschie­nen bist. Ich erleb­te das Gan­ze als Zeit­ver­lust, weil ich an die­sem Tag zu Hau­se noch eini­ges zu erle­di­gen gehabt hät­te.“ Wenn man das dem Freund so mit­teilt, hat es infor­ma­ti­ven und nicht ver­ur­tei­len­den Cha­rak­ter. Dies trägt viel dazu bei, die Atmo­sphä­re zu ent­span­nen.

Wut ent­steht häu­fig in einem Kampf zwi­schen „ich kann“ und „ich kann nicht“. Im obi­gen Bespiel geht es dar­um, dass ich mei­ne Zeit nicht opti­mal nut­zen kann. Wenn ich rea­li­sie­re, dass ich mich ver­geb­lich zur Ver­ab­re­dung auf dem Weg gemacht habe, ist es hilf­reich, mei­ne inne­re Auf­merk­sam­keit nicht auf das zu rich­ten, was ich nun nicht kann, son­dern mich zu fra­gen, ob es irgend­et­was ande­res Posi­ti­ves gibt, das ich nun in die­sem Moment tun kann, zum Bei­spiel einen noch uner­le­dig­ten Ein­kauf machen, oder den Film, der mir jemand emp­foh­len hat, im Kino anschau­en. Die Wut wird dadurch klei­ner.

Wut ist eine ener­gie­vol­le Emo­ti­on. Hat sich viel Wut ange­staut, so tut es gut, „Dampf abzu­las­sen“. Schla­gen Sie dem Ver­ur­sa­cher der Wut nicht die geball­te Faust ins Gesicht, son­dern benut­zen Sie dazu einen Box­sack oder ein gros­ses Kis­sen, oder gön­nen Sie sich einen Exploit in ihrem Lieb­lings­sport. Machen Sie Musik, so spie­len Sie Stü­cke, in die Sie Ihre Wut­en­er­gie hin­ein­flies­sen las­sen kön­nen.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 54

Thema Emotionen: Wut

Wut ist ein kraft­vol­les Gefühl. Kör­per­lich löst sie fol­gen­de Impul­se aus: Sich auf­bäu­men; grös­ser wer­den, die Mus­keln span­nen sich an, man bekommt das Gefühl, zu plat­zen; die Faust machen; auf die Zäh­ne beis­sen und knir­schen. Die Wut hat ver­schie­de­ne Stei­ge­rungs­for­men: Man ist ver­stimmt, ver­är­gert, wütend, zor­nig oder hass­erfüllt.

Wut darf nicht mit Aggres­si­on ver­wech­selt wer­den,  die ver­ba­le Angrif­fe oder kör­per­lich Gewalt beinhal­tet. Wütend zu sein, muss nicht unbe­dingt bedeu­ten, dass man sich auch aggres­siv ver­hält. Welt­wei­te For­schungs­stu­di­en habe gezeigt, dass sich Wut am häu­figs­ten gegen die Men­schen rich­tet, die man liebt, weil man das Gefühl hat, dass der gelieb­te Mensch etwas falsch gemacht hat und man ihnen gegen­über ver­letz­li­cher ist.

Es geht bei Wut, wie bei der Angst, um Schutz – vor­nehm­lich um Schutz der eige­nen Gren­zen. Wut kennt vie­le Aus­lö­ser. Hier ein paar Bei­spie­le: Wut stellt sich ein, wenn  🙁 ich unge­recht behan­delt wer­de, 🙁 sich jemand in mei­ne Ange­le­gen­hei­ten ein­mischt, 🙁 ich bei etwas, das ich augen­blick­lich tun möch­te, kon­se­quent gestört wer­de, 🙁 ich über­gan­gen wer­de, 🙁 ich ver­spot­tet wer­de, 🙁 mei­ne Auto­no­mie ein­ge­schränkt wird, 🙁 ande­re mich für ihre Zwe­cke benut­zen. Bei Babys lässt sich Wut wir­kungs­voll aus­lö­sen, wenn man ihre Arme so fest­hält, dass sie sich nicht befrei­en kön­nen.

Die Kraft und Bestimmt­heit „Nein“ oder „Stopp! – bis hier­her und nicht wei­ter“ zu sagen, gibt einem die Wut. Wenn man die Wut als etwas Nega­ti­ves, mora­lisch Ver­werf­li­ches betrach­tet, ent­geht einem die­se Res­sour­ce. Ein wich­ti­ger Schutz­me­cha­nis­mus fehlt. Man läuft Gefahr, die eige­nen Gren­zen zu miss­ach­ten und wie­der­holt von ande­ren ver­letzt zu wer­den, weil man sich nicht wehrt. Wut gibt Kraft, sich zu weh­ren. Sie ist auch ein Motor für Ver­än­de­rung: „So kann es nicht wei­ter­ge­hen, etwas muss sich ändern!“ Auf dem Boden von Wut, kann Krea­ti­vi­tät ent­ste­hen. Wenn Wut nicht wahr­ge­nom­men oder unter­drückt wird, ist es gut mög­lich, dass sie sich irgend­wann spon­tan mit hoher Inten­si­tät – und daher eher destruk­tiv – ent­lädt.

Bei der Wut ist die Bin­dungs- und Bezie­hungs­ebe­ne invol­viert: Jemand, der die Wut nicht zulässt und sich nicht wehrt, wird sich nach wie­der­hol­tem Ver­letzt­wer­den dadurch schüt­zen, dass er oder sie sich zurück­zieht – mit dem Risi­ko, dass er oder sie ver­einsamt. Jemand, der bei der kleins­ten Grenz­über­schrei­tung laut wird und dabei die Gren­zen ande­rer Men­schen ver­letzt, gefähr­det eben­falls sei­ne Bezie­hun­gen.

Offen­sicht­lich ist die Art und Wei­se, wie ich mit Wut umge­he, ein wich­ti­ges The­ma. Es geht um mei­nen eige­nen Schutz und um den Raum, den ich (mit Nach­druck) mei­nen eige­nen Bedürf­nis­sen und Inter­es­sen gebe sowie um die Bin­dung und Bezie­hung, die ich zu ande­ren Men­schen ein­ge­he. Das nächs­te psy­cho­lo­gi­sche Sonn­tags-Häpp­chen wid­met sich die­sem The­ma.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 53

Thema Emotionen: Lampenfieber

Auch das Lam­pen­fie­ber ist eine Son­der­form der Angst. Eine umfang­rei­che Unter­su­chung in den USA zur Fra­ge „Was sind die gröss­ten Ängs­te?“ kam zum Schluss, dass es die Angst ist, öffent­lich eine Rede zu hal­ten. Der Situa­ti­on, eine Rede zu hal­ten, ähneln zwei ande­re Situa­tio­nen: ein Musik­stück vor­zu­tra­gen und sich für eine Arbeits­stel­le zu bewer­ben. In allen drei Situa­tio­nen steht ein Mensch im Auf­merk­sam­keits­fo­kus von (vie­len) Zuschau­ern. Er prä­sen­tiert sich auf einer Büh­ne, er steht im Schein­wer­fer­licht. Alle Erwar­tun­gen sind auf ihn gerich­tet. Es ist ange­sagt, dass die­ser Mensch eine Leis­tung erbringt. Die Leis­tung wird bewer­tet: mit dem Applaus oder beim Bewer­bungs­ge­spräch mit der Anstel­lung.

Die Büh­nen­si­tua­ti­on ist sehr ambi­va­lent. Es ist gut mög­lich, dass man sich zumin­dest ins­ge­heim auf einen sol­chen Moment gesehnt hat – einen Moment, in dem man voll und ganz wahr­ge­nom­men wird und im Mit­tel­punkt der Auf­merk­sam­keit steht. In dem Sin­ne ist die Büh­ne ein Sehn­suchts­ort. Sie ist aber auch ein Gefah­ren­ort. Wenn der Auf­tritt nicht gelingt und man schei­tert, ist das Schei­tern öffent­lich und das Gefühl der Bla­ma­ge umso stär­ker. Es kann sein, dass man die Bla­ma­ge nicht nur auf die eige­ne Per­son bezieht, son­dern die eige­ne Fami­lie oder die Berufs­grup­pe mit­ein­schliesst. Dann folgt der anfäng­li­chen Angst die Scham.

Gelingt der Auf­tritt nicht, so erlebt man eine Demon­ta­ge des eige­nen Selbst­bil­des. Ein Teil davon, z.B. ein guter Red­ner zu sein, zer­bricht, ent­puppt sich als Schein. Jene, denen die Aner­ken­nung und der Applaus der ande­ren stets sehr wich­tig ist und jene, die immer gut oder sehr gut sein wol­len, erle­ben die oben beschrie­be­ne Ambi­va­lenz der Büh­nen­si­tua­ti­on umso aus­ge­präg­ter und sind vom Lam­pen­fie­ber umso stär­ker betrof­fen.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 52

Thema Emotionen: Scham

Scham ist eine Son­der­form der Angst. Wer sich schämt, fürch­tet sich, aus­ge­schlos­sen oder gar mit Schimpf und Schan­de ver­stos­sen zu wer­den – aus­ge­schlos­sen aus der Grup­pe, zu der man sich zuge­hö­rig fühlt und die einem Gemein­schaft gibt. Wenn eige­nes Ver­hal­ten mit zen­tra­len Wer­ten, die man ver­in­ner­licht hat und die zum eige­nen Selbst­bild gehö­ren, in Kon­flikt gerät, dann emp­fin­det man Scham. Man kann sich dann „vor dem Spie­gel nicht mehr in die Augen sehen“. Vor 50 Jah­ren war das Mund­art­wort „Schäm­di-Egge­li“ ein Begriff. Ein Kind, das gegen Regeln ver­stos­sen hat, muss­te sich auf Befehl in die Ecke des Zim­mers stel­len und sich für sein Ver­hal­ten schä­men, bis es wie­der in die Gemein­schaft der ande­ren anwe­sen­den Per­so­nen zurück­ge­ru­fen wur­de.

Aus­ge­schlos­sen und ver­las­sen zu wer­den, allei­ne und ein­sam im Leben zu ste­hen, ist eine sehr star­ke Angst. Die Scham als Emo­ti­on wird mei­ner Mei­nung nach oft in ihrer Inten­si­tät und Bedeu­tung unter­schätzt. Der Auf­bau eines gesun­den Selbst­ge­fühls (ich habe ange­neh­me Gefüh­le, wenn ich an mich selbst den­ke) als Gegen­kraft zur Scham ist von zen­tra­ler Bedeu­tung. Es ist die Grund­la­ge für einen selb­stän­di­gen und (im posi­ti­ven Sin­ne) unab­hän­gi­gen Lebens­stil.

Eine kon­flikt­rei­che Pha­se im Leben hin­sich­ti­lich der Scham ist die Sau­ber­keits­er­zie­hung. Je nach­dem wie die Bezugs­per­so­nen reagie­ren, wenn das Kind in die Hosen gemacht hat, kann das Erle­ben von Scham­ge­füh­len respek­ti­ve eines gesun­den Selbst­ge­fühls stark mit­prä­gen.

Die kör­per­li­che Reak­ti­on bei Scham ist ähn­lich wie bei Angst. Man spürt den Impuls, den Raum zu ver­las­sen, sich zu ver­ste­cken oder in den Boden zu ver­sin­ken.

Schämt man sich, so tut es einem sehr wohl, wenn jemand Mit­ge­fühl zeigt und uns aus dem Sich-Nicht-Okay- und  Sich-Ein­sam-Füh­len her­aus­holt.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 51

Thema Emotionen: Angst

Angst ist eine Emo­ti­on, die sich ein­stellt, wenn wir uns in einer Situa­ti­on befin­den, die wir als bedroh­lich, unge­wiss und unkon­trol­lier­bar ein­stu­fen. Sie ver­an­lasst, dass wir uns schüt­zen und zwar mög­lichst rasch. Wir schaf­fen der Gefahr und Bedro­hung gegen­über Distanz. Wenn es die Situa­ti­on erlaubt, flüch­ten wir. Viel­leicht reicht es, wenn wir uns phy­sisch oder sinn­bild­lich „ver­ste­cken“: Wir stel­len uns ins Abseits, wo man uns nicht wahr­nimmt, pas­sen uns an, hal­ten den Mund und ver­su­chen der Bedro­hung so wenig Angriffs­flä­che wie mög­lich zu bie­ten. Angst sen­det nicht nur ein Signal nach innen, son­dern auch nach aus­sen. Äus­ser­lich sicht­ba­re kör­per­li­che Angst­si­gna­le hel­fen der Umwelt, zu erken­nen, dass wir in Not sind (blut­lee­res Gesicht, gewei­te­te Augen, geöff­ne­ter Mund, Mühe beim Spre­chen). Die­se Signa­le mobi­li­sie­ren Hil­fe. Unmit­tel­ba­re Angst ist anste­ckend.

Im Sin­ne oben beschrie­be­ner Eigen­schaf­ten ist Angst eine nütz­li­che Emo­ti­on. Die Krux ist, dass wir sie als unan­ge­neh­men — je nach Inten­si­tät sogar als uner­träg­lich (pani­sche Angst) — erle­ben. Kei­ne ande­re Emo­ti­on ist so stark von kör­per­li­chen Reak­tio­nen beglei­tet. Wir atmen schnell und flach, auch das Herz schlägt schnel­ler. Wir schwit­zen (Angst­schweiss). Es wird uns schwind­lig, der Blick ver­engt sich (Tun­nel­blick). Es fällt uns schwer, „einen küh­len Kopf zu behal­ten“. Bei Panik­at­ta­cken ist die kör­per­li­che Kom­po­nen­te oft sehr aus­ge­prägt – das Erle­ben der Angst ist äus­serst unan­ge­nehm. Men­schen, wel­che davon betrof­fen sind, krie­gen Angst vor der Angst.

Angst kann auch gelernt wer­den. Kin­der ängst­li­cher Eltern über­neh­men häu­fig Ängs­te ihrer Eltern. Sie über­neh­men die Bewer­tun­gen der Eltern. Bewer­tet der Vater und/oder die Mut­ter alle Hun­de als gefähr­lich, so ist das Risi­ko gross, dass auch die Kin­der sich vor jedem Hund ängs­ti­gen.

Weil das Erle­ben der Angst unan­ge­nehm ist, ste­hen wir in Gefahr, poten­ti­el­len Angs­t­ri­si­ken aus dem Weg zu gehen. Ent­spre­chen­de Situa­tio­nen wer­den ver­mie­den, auch wenn die objek­ti­ve Gefahr dies nicht nahe­legt. Ler­nen wir nicht, Angst­mo­men­te aus­zu­hal­ten, son­dern ver­mei­den die Angst, so kann dies zu star­ken Ein­schrän­kun­gen im Leben füh­ren. Der Raum, in dem wir uns zu bewe­gen wagen, wird klei­ner und klei­ner. Es ist wich­tig zu wis­sen, dass der Kör­per Angst­re­ak­tio­nen nach einer gewis­sen (nicht all­zu lan­gen) Zeit auto­ma­tisch „her­un­ter­re­gelt“.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 50

Thema Emotionen: Freude

Freu­de ist ein Gefühl, das vom Moment lebt. Momen­te der Freu­de kön­nen sein: 🙂 Etwas geschenkt erhal­ten. 🙂 Begeg­nung mit gelieb­ten Men­schen, Freu­de über ihr Wohl­erge­hen, Anteil­nah­me. 🙂 Akti­vi­tät, Aus­füh­ren gelieb­ter Tätig­kei­ten (Hob­bies, Rei­sen, Gesel­lig­keit). 🙂 Nichts tun zu müs­sen — Momen­te ohne Ver­pflich­tun­gen, Druck und Ver­ant­wor­tung (Feri­en). 🙂 Erfolgs­er­leb­nis bei der Bewäl­ti­gung einer her­aus­for­dern­den Auf­ga­be. 🙂 Gefühl, tie­fer Ver­bun­den­heit und Har­mo­nie (mit Men­schen, mit der Natur).

Es gibt eine stil­le und eine lau­te Freu­de. Sie ist still, wenn ich kör­per­lich ent­spannt und inner­lich gelöst bin, so dass ich eine inne­re Ruhe genies­se und alles, was im Augen­blick pas­siert, für mich schön und rich­tig ist. Die bekann­tes­ten For­men der lau­ten Freu­de sind lachen und tan­zen.

Ande­re For­men der Freu­de: Vor­freu­de, Ver­gnü­gen, Genuss, Gau­men­freu­de, Lust, Stolz, Scha­den­freu­de. Freu­de ist auch Teil der Lie­be (aus­ser man hat Lie­bes­kum­mer).

Freu­de hat etwas Magi­sches: In einem Moment tie­fer Freu­de neh­men wir alles posi­tiv wahr. Wir sehen die Welt im bes­ten Licht. Wir füh­len uns stark und leben­dig. Hät­ten wir Flü­gel, wür­den wir in die Luft sprin­gen und weg­flie­gen, so feder­leicht erle­ben wir uns im Moment tie­fer Freu­de.

Freu­de ist anste­ckend. Die Mimik tie­fer Freu­de im Gesicht eines ande­ren Men­schen löst beim Betrach­ter (Mit)Freude aus. Beson­ders anste­ckend ist das Lachen im Gesicht eines Kin­des.

Freu­de ist kein Ergeb­nis mensch­li­cher Anstren­gung. Sie kann nicht erlernt oder trai­niert wer­den. Sie ist eher ein Geschenk. Der Mensch, der Freu­de erlebt, hat das Gefühl, etwas zu bekom­men. Freu­de erwei­tert unse­re Gren­zen.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 49

Thema Emotionen: Sechs Grundemotionen

Das Gesicht ent­hält 43 ver­schie­de­ne Mus­keln. Die Emo­tio­nen bedie­nen sich die­ser Mus­keln, um gegen aus­sen in Form der Mimik ein Signal zu geben (sie­he letz­ter Blog). Charles Dar­win war einer der ers­ten, der den Zusam­men­hang zwi­schen Emo­tio­nen und Mimik unter­sucht hat. Sein Grund­ge­dan­ke war: Obwohl Men­schen in unter­schied­li­chen Kul­tu­ren auf­wach­sen, ver­fü­gen sie instink­tiv über eine Rei­he ähn­li­cher Gefüh­le.  Wenn die­se Emo­tio­nen instink­tiv in allen Men­schen vor­han­den sind, dann wird auch der kör­per­li­che Aus­druck instink­tiv gesteu­ert. Dies bedeu­tet, dass der Aus­druck die­ser Emo­tio­nen über­all auf der Welt gleich aus­sieht. Der Psy­cho­lo­ge Paul Ekman (geb. 1934, USA) unter­such­te die­se Hypo­the­se. Er ging zu einer mehr­heit­lich von der west­li­chen Kul­tur iso­liert leben­den Men­schen­grup­pe (Eth­nie) in Papua-Neu­gui­nea. Er zeig­te Ver­suchs­per­so­nen drei Fotos von Ame­ri­ka­nern, die emo­tio­na­le Gesichts­aus­drü­cke nach­stell­ten. Ein Über­set­zer las den Ver­suchs­per­so­nen eine kur­ze Geschich­te vor, die zu den Bil­dern passt. Die Ver­suchs­per­so­nen muss­ten sich für einen auf den drei Fotos prä­sen­tier­ten Gesichts­aus­druck ent­schei­den. Das Glei­che mach­te Paul Ekman mit ame­ri­ka­ni­schen Ver­suchs­per­so­nen, denen er Fotos von Men­schen aus Papua-Neu­gui­nea zeig­te. Bei fol­gen­den Emo­tio­nen war die Über­ein­stim­mung der Ant­wort der Ver­suchs­per­so­nen mit der auf der Foto gezeig­ten Emo­ti­on über­ra­schend deut­lich: Freu­de, Angst, Trau­er, Ekel, Wut und Über­ra­schung. Auf­grund die­ser For­schungs­re­sul­ta­te spricht man heu­te von sechs Grund­emo­tio­nen, mit denen die genann­ten Emo­tio­nen Freu­de, Angst, Trau­er, Ekel, Wut und Über­ra­schung gemeint sind.

Die­se Grund­emo­tio­nen sind zwar bei allen Men­schen instink­tiv vor­han­den. Ihr Poten­ti­al wird aber erst durch einen alters­be­ding­ten Lern­pro­zess ent­fal­tet: Klein­kin­der kön­nen in den ers­ten zwei bis drei Jah­ren nur Freu­de rich­tig iden­ti­fi­zie­ren. Erst im Alter von vier­zehn ist das Poten­ti­al der Grund­emo­tio­nen bei psy­chisch gesun­den Men­schen voll­stän­dig ent­wi­ckelt. Es ist auch so, dass nicht bei jedem Men­schen die Fähig­keit, Emo­tio­nen in Gesich­tern zu lesen, gleich gut ent­wi­ckelt ist. Die Fein­ein­stel­lung der Mimik, das Jus­tie­ren auf die Situa­ti­on und auf den Gesprächs­part­ner sowie das Abstim­men auf des­sen Reak­ti­on, wird in den sozia­len Inter­ak­tio­nen mit Bezugs­per­so­nen gelernt. Men­schen mit Autis­mus haben mit der Wahr­neh­mung des emo­tio­na­len Gesichts­aus­drucks bei ande­ren Men­schen beson­ders Mühe.

Das psy­cho­lo­gi­sche Sonn­tags-Häpp­chen macht wäh­rend der Advents­zeit und Weihnachten/Neujahr Pau­se. Ich wün­sche allen eine geseg­ne­te besinn­li­che Zeit.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 48

Thema Emotionen: Positive und negative Emotionen

Wenn ich Sie auf­for­dern wür­de, Emo­tio­nen in ver­schie­de­ne Kate­go­ri­en auf­zu­tei­len, wür­den Sie mit gros­ser Wahr­schein­lich­keit als Ers­tes die Emo­tio­nen in posi­ti­ve und nega­ti­ve unter­tei­len – posi­tiv im Sin­ne von ange­nehm und lust­voll, nega­tiv im Sin­ne von belas­tend und schmerz­lich. Die Wahr­neh­mung als posi­tiv oder nega­tiv in oben beschrie­be­nem Sinn pas­siert spon­tan und unwei­ger­lich. Wie könn­te es anders sein, denn dafür sind die Emo­tio­nen da: mir ein Signal zu geben, ob ich mich einem Objekt/Person/Situation als Aus­lö­ser der Emo­ti­on nähern und mich ein­las­sen soll oder ob ich Distanz bewah­ren oder gar Abstand neh­men soll. Emo­tio­nen set­zen eine Ten­denz für Nähe oder Distanz. So gese­hen sind bei­de genann­ten Kate­go­ri­en – die posi­ti­ven und die nega­ti­ven Emo­tio­nen – gleich wich­tig! Bei­de sen­den mir ein Signal, das bedeu­tungs­voll ist. Weil die nega­ti­ven belas­tend und schmerz­lich sind, sind sie auf Anhieb unwill­kom­me­ne Gäs­te in unse­rem Gefühls­haus­halt. Las­sen wir sie draus­sen vor der Türe ste­hen, ent­geht uns eine Bot­schaft, die sehr wich­tig sein könn­te. Ich erin­ne­re an das The­ma des letz­ten Blogs – Emo­tio­nen wert­schät­zen. Dies gilt auch für die auf Anhieb nega­tiv­ge­färb­ten. Auch ihnen steht es zu, dass wir die Türe auf­ma­chen und hin­hö­ren, wel­che Bot­schaft sie uns über­mit­teln.

Alle Emo­tio­nen haben einen Sinn. Sie haben eine Signal­funk­ti­on. Sie signa­li­sie­ren, dass etwas pas­siert, das in irgend­ei­ner Wei­se unse­re Grund­be­dürf­nis­se tan­giert. Die mensch­li­chen Grund­be­dürf­nis­se sind Sicherheit/Kontrolle/Orientierung, Bindung/Beziehung, Lustgewinn/Unlustvermeidung, und Selbst­wert­schutz.  Das Signal kann zwei Rich­tun­gen haben: Einer­seits mobi­li­siert es die Auf­merk­sam­keit und das Den­ken; es akti­viert oder hemmt kör­per­li­che Reak­tio­nen – sowohl bio­che­misch als auch moto­risch, indem es einen Hand­lungs­im­puls gibt (Rich­tung gegen innen). Spü­re ich Angst, so will ich mich schüt­zen. Ande­rer­seits steu­ert die Emo­ti­on die Mimik und Ges­tik. Dadurch ent­steht ein Signal an mei­ne sozia­le Umge­bung, an die Men­schen, wel­che sich in unmit­tel­ba­rer Nähe von mir befin­den (Rich­tung gegen aus­sen). Wenn mein Gegen­über fest­stellt, dass ich trau­rig bin, reagiert es anders als wenn es wahr­nimmt, dass ich wütend bin. Im ers­ten Fall ver­sucht es, die trau­ri­ge Per­son zu schüt­zen, im zwei­ten Fall ver­sucht es, sich selbst zu schüt­zen.

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