psychologische Beratung und Kinesiologie, Peter Fischer, lic.phil.I, Biel

Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 65

Thema Selbstwert:  belohnen — ermutigen

Beloh­nen und ermu­ti­gen — die­se zwei Ver­hal­tens­wei­sen gehen in die glei­che Rich­tung: Sie för­dern die Moti­va­ti­on. In ihrem psy­cho­lo­gi­schen Inhalt und in ihrer Wir­kung sind sie aber kei­nes­wegs so iden­tisch, wie es auf Anhieb erscheint.

Man belohnt jeman­den (die eige­ne Per­son inbe­grif­fen), wenn etwas ganz Bestimm­tes mit Erfolg abge­schlos­sen wur­de. Als Beloh­nung wird häu­fig Geld ein­ge­setzt, sei es bar oder indem man der Per­son, die belohnt wird, etwas kauft, das je nach Inter­es­se und Geschmack einen posi­ti­ven Wert ver­kör­pert. Wie die Begeis­te­rung und das Inter­es­se an einem neu­en Spiel­zeug bei einem Kind nach recht kur­zer Zeit nach­lässt, ver­liert eine Beloh­nung rasch die moti­vie­ren­de Wir­kung. Eine Beloh­nung moti­viert für die Aus­füh­rung eines bestimm­ten Ver­hal­tens auf­grund äus­se­rer Fak­to­ren (extrin­si­sche Moti­va­ti­on) und nicht auf­grund von posi­ti­ven Wer­ten, wel­che das Ver­hal­ten selbst beinhal­tet (intrin­si­sche Moti­va­ti­on). Beloh­nen und bestechen lie­gen manch­mal eng beieinander.

Jeman­den ermu­ti­gen (die eige­ne Per­son inbe­grif­fen) bezieht sich oft auf eine in naher Zukunft lie­gen­de Auf­ga­be, die den betref­fen­den Men­schen in gewis­ser Art und Wei­se her­aus­for­dert. Man spricht die­ser Per­son für die Bewäl­ti­gung der gestell­ten Auf­ga­be Kraft und Selbst­ver­trau­en zu. Man glaubt an sie: „Du bist fähig, die Auf­ga­be mit einem posi­ti­ven Resul­tat aus­zu­füh­ren“. Ich kann mich sel­ber ermu­ti­gen — indi­rekt, indem ich in mei­nem Inne­ren ein gutes Kli­ma schaf­fe. Ich ver­traue mei­nen Fähig­kei­ten, indem ich mir etwas zutraue. Zu die­sem posi­ti­ven inne­ren Kli­ma passt ganz und gar nicht, dass ich die eige­ne Per­son mit ihren Fähig­kei­ten hin­ter­fra­ge. Ich kann mich auch direkt ermu­ti­gen, indem ich bei einer Auf­ga­be, die meh­re­re Schrit­te ent­hält, den ers­ten posi­tiv ver­lau­fe­nen Schritt wür­di­ge „das habe ich super gemacht“ und mir nicht erst ganz am Schluss – wenn sämt­li­che Arbeit erle­digt und das Ziel voll­um­fäng­lich erreicht ist — auf die Schul­ter klop­fe. Beim Ermu­ti­gen hat es Platz für Miss­er­folg. Ich kann mich ermu­ti­gen, auch wenn ich einen Feh­ler gemacht habe, oder wenn ich etwas nicht opti­mal habe aus­füh­ren kön­nen. Gera­de in die­sen Momen­ten kann Ermu­ti­gung sehr wich­tig sein. Beloh­nung und Applaus gibt es nur bei Erfolg. Ermu­ti­gung erhöht das Gefühl der Selbst­ach­tung. Sie kann das inne­re Wachs­tums­po­ten­ti­al eines Men­schen akti­vie­ren und för­dern, eben­so die inne­re Hal­tung „ich bin okay“ und „ich kann“.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 64

Thema Selbstwert: Eigenlob stinkt nicht — mach dir selbst immer wieder mal ein Kompliment

Eigen­lob stinkt“.  Ein Satz, den ich aus mei­ner Kind­heit immer noch irgend­wo in mei­nem Reper­toire habe. Sich sel­ber loben, ins­be­son­de­re vor ande­ren Men­schen, das macht man nicht, das hat ein übler Nach­ge­schmack,  ande­re dür­fen mich loben, mir selbst steht das nicht zu. Wir Schwei­zer prah­len nicht – das tun ande­re. Wir sind beschei­den. Lie­ber das Licht unter den Schef­fel stel­len. All das sagt die­ser Satz “Eigen­lob stinkt” zwi­schen den Zei­len.  Sich sel­ber loben ist qua­si unan­stän­dig. Anstands­re­geln sind aus psy­cho­lo­gi­scher Sicht häu­fig frag­wür­dig. Sie geben für sozi­al ange­pass­tes Ver­hal­ten zwar Ori­en­tie­rung,  set­zen aber häu­fig  unan­ge­mes­se­ne Gren­zen, wenn man sie gene­ra­li­siert, das heisst undif­fe­ren­ziert anwendet.

Das Wort „loben“ benutzt man heu­te eher sel­ten. Heu­te sagt man eher „ein Kom­pli­ment machen“.  Damit drückt man sei­ne Wert­schät­zung und sein Gefal­len für ein bestimm­tes Ver­hal­ten aus. Ist es unan­stän­dig oder unan­ge­mes­sen, wenn ich mir ein Kom­pli­ment mache, indem ich mir selbst und ande­ren gegen­über bewusst aus­drü­cke „das war super, ich bin sehr zufrie­den mit mir!“?  Wohl kaum. Es ist ein Aus­druck der eige­nen Selbst­ach­tung und Wert­schät­zung. Psy­cho­lo­gisch gese­hen etwas sehr Wich­ti­ges und Wir­kungs­vol­les. Sich selbst zu loben ist für den Selbst­wert  min­des­tens so nach­hal­tig  wie ein Sel­fie, das auch ein Aus­druck der eige­nen Selbst­ach­tung und Wert­schät­zung ist. Ist es unan­ge­bracht und schickt es sich nicht, wenn Nadi­ne, die vor kur­zem eine neue Arbeits­stel­le ange­tre­ten hat,  ihrer Freun­din fol­gen­des sagt: „ Heu­te hat mich die Arbeits­kol­le­gin, von wel­cher ich dir neu­lich erzählt habe, wie­der gehö­rig pro­vo­ziert. Ich blieb sach­lich, bot ihr Paro­li und blieb inner­lich ruhig.  Dass ich so reagie­ren konn­te, hat mich sehr gefreut.“  Die­se Aus­sa­ge ist weder ein Prah­len, noch ein Bestä­ti­gung-Suchen, noch ein „fishing for com­pli­ments“, son­dern ein Kom­pli­ment an die Adres­se der eige­nen Person.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 63

Thema Selbstwert: Ich bin ein Unikat – nicht besser und nicht schlechter als andere, sondern gleichwertig

Jeder Mensch ist ein­zig­ar­tig. Ich habe noch kei­nen ande­ren Men­schen getrof­fen, der genau gleich aus­sieht wie ich. Auch was Den­ken und Füh­len anbe­trifft ist mir noch nie­mand begeg­net, der gleich „tickt“ wie ich. Man sagt: „Ver­glei­che nicht Äpfel mit Bir­nen!“ Men­schen, die ihren Wert, mit dem Wert ande­rer Men­schen ver­glei­chen, tun genau das: Sie ver­glei­chen Äpfel mit Bir­nen. Wel­che Absicht könn­te dahin­ter stecken?

  • Sich über­le­gen füh­len: Dies ist nicht schwer. Man fin­det immer jeman­den, der in der spe­zi­fi­schen Fer­tig­keit, die man als Mass­stab aus­wählt, weni­ger gut ist als man selbst.
  • Sich unter­le­gen füh­len. Auch das ist nicht schwer. Man fin­det immer jeman­den, der bes­ser ist. Wenn man unter­le­gen ist, ist das manch­mal ein gutes Argu­ment, gewis­se Din­ge nicht machen zu wol­len, da man sich dazu nicht fähig fühlt. Man weicht aus, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.

Gleich­wer­tig­keit: Gesell­schaft­li­che Wer­te kann man nicht mes­sen oder „bewei­sen“. Es sind Haltungen/Einstellungen. Sie sind hilf­reich in Bezug auf die Mei­nungs­bil­dung und das Han­deln. Sich als gleich­wer­tig zu betrach­ten, ist psy­cho­lo­gisch zu emp­feh­len: Man fühlt sich dann weder über­le­gen (ist dem so, dann gehen die ande­ren mehr­heit­lich auf Distanz), noch unter­le­gen oder gar min­der­wer­tig (ist dem so, dann habe ich eine schlech­te emo­tio­na­le Aus­gangs­la­ge). Bin ich gleich­wer­tig, so geschieht eine Begeg­nung auf glei­cher Augen­hö­he. Eine Ket­te ist ein gutes Bild für die Gleich­wer­tig­keit. Jedes Glied ist genau gleich mass­ge­bend für deren Spannkraft.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 62

Thema Selbstwert: Wann sind Selbstwertkonzepte schädlich?

Bin ich wert­voll? Zur Beant­wor­tung die­ser Fra­ge benutzt der Mensch Regeln, Kri­te­ri­en und Bedin­gun­gen, anhand derer er die eige­ne Wer­tig­keit bestimmt. Sie bil­den sein «Kon­zept», also den Rah­men, um sei­nen Selbst­wert zu eva­lu­ie­ren und zu bilden.

Selbst­be­wer­tun­gen und Selbst­ein­schät­zun­gen sind grund­sätz­lich etwas Nor­ma­les. Der Mensch ver­sucht durch Selbst­ein­schät­zung sei­nen Rang inner­halb der Bezugs­grup­pe zu bestim­men. Es gibt aber Selbst­wert­kon­zep­te – wie gesagt: Regeln, Kri­te­ri­en und Bedin­gun­gen – die für den Auf­bau eines gesun­den Selbst­wer­tes alles ande­re als nütz­lich sind. Eine Bewer­tung, die sich nur auf ein bis zwei Kri­te­ri­en abstützt, berück­sich­tigt nur einen sehr begrenz­ten Lebens­aus­schnitt. Sie ist des­halb wenig dif­fe­ren­ziert, son­dern ist pau­schal und gene­ra­li­siert. Pau­scha­li­sie­ren­de Bewer­tun­gen stüt­zen sich oft auf inne­re, seit Kind­heit „ein­ge­fleisch­te“ Hal­tun­gen. Bei­spie­le: „Wer mehr weiss, ist bes­ser“, „Wer Schwä­che zeigt, ist ein Ver­lie­rer“, „Wer abge­lehnt wird, hat kei­ne Zukunft“, „Wer Feh­ler macht, taugt zu nichts“. Pro­ble­ma­tisch sind Kri­te­ri­en, die nicht sta­bil sind, Para­de­bei­spiel hier­für ist die Schön­heit. Schön­heit ist ver­gäng­lich. Ein Selbst­wert, der sich dar­auf abstützt, wird im Alter zum Pro­blem.  Ver­su­chen wir den Selbst­wert durch Aner­ken­nung und Beliebt­heit zu fes­ti­gen, besteht die Gefahr, dass wir uns lang­fris­tig von ande­ren abhän­gig machen. Aus­ser­dem wird Aner­ken­nung nicht immer aus­ge­spro­chen oder gezeigt. Wer sei­nen Selbst­wert durch Leis­tung defi­niert, wird viel Zeit und Ener­gie inves­tie­ren müs­sen, um die­sem Mass­stab genü­gen zu kön­nen. Er/sie wird dar­auf bedacht sein, mög­lichst kei­nen Feh­ler zu machen. Pro­ble­ma­tisch ist auch der Ver­gleich mit ande­ren Men­schen: «Nick ist viel sport­li­cher wie ich, er hat auch einen bes­se­ren Job». Jeder Mensch ist ein Uni­kat. Ver­gleicht man sich mit jemand ande­rem, so ver­gleicht man stets «Äpfel mit Birnen».

Wer sich schrift­lich eine Art „Selbst­wert­bi­lanz“ erstel­len will, kann sich von Anja, einer 17-jäh­ri­gen jun­gen Frau, inspi­rie­ren las­sen. Sie hat ihre Bilanz mit fol­gen­dem Sys­tem gemacht: „Ich habe kei­nen Freund, das emp­fin­de ich als nega­tiv und dies mit einer Wich­tig­keit von 100%;  Ich habe zwei gute Freun­din­nen (posi­tiv, 80%); ich bin zu dick (nega­tiv, 75%), ich bin streb­sam, set­ze Zie­le um (posi­tiv, 75%); beim Essen habe ich zu wenig Selbst­dis­zi­plin (nega­tiv, 60%); mein Lachen und mein Humor (posi­tiv, 60%); mei­ne Freu­de an Tie­ren und an der Natur (60%) … Anjas Selbst­be­ur­tei­lung ist klug: Sie ist nach ein­zel­nen Gesichts­punk­ten dif­fe­ren­ziert, rea­li­täts­ge­recht und nicht pau­scha­li­siert, weil sie nicht den gesam­ten Selbst­wert von einem ein­zel­nen Kri­te­ri­um abhän­gig macht.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 61

Thema Selbstwert: Ein gesunder Selbstwert ist wie ein Schutzschild

Eine der bedeut­sams­ten Mei­nun­gen, die wir bil­den, ist die­je­ni­ge, die wir über uns selbst auf­bau­en. Sie bestimmt unse­ren Selbst­wert. Je bes­ser der Selbst­wert, des­to gesün­der ver­läuft die see­li­sche Ent­wick­lung. Ein gesun­der Selbst­wert wirkt wie ein Schutz­schild. Kri­tik und Miss­er­folg wer­fen uns nicht so leicht aus der Bahn. Er ver­sorgt uns mit Kraft, Ener­gie, Stär­ke und der Fähig­keit zur schnel­len Rege­ne­ra­ti­on bei einem Rück­schlag. Des­halb ist der Selbst­wert ein wich­ti­ger Teil des Immun­sys­tems der See­le. Was ist ein guter Selbst­wert? Was ent­hält er, so dass er als Schutz­schild wirkt?

Ein gesun­der und ange­mes­sen aus­ge­präg­ter Selbst­wert besteht aus fol­gen­den Komponenten:

  • Eine posi­ti­ve Ein­stel­lung zu sich selbst: Ich bin im Gros­sen und Gan­zen zufrie­den mit mir. Ich gehe wert­schät­zend mit mir um, ich klop­fe mir auf die Schul­ter, wenn ich glau­be, dass ich etwas gut gemacht habe. Ich bin ger­ne mit mir zusam­men, ich schät­ze Zei­ten, wo ich mit mir allei­ne bin.
  • Eine posi­ti­ve Ein­stel­lung zu eige­nen Fähig­kei­ten und Leis­tun­gen: Es gibt Din­ge, von denen ich glau­be, dass ich sie gut kann. Ich traue mir eini­ges zu, ich ver­fü­ge über ein gutes Selbst­ver­trau­en. Ich glau­be, dass ich in der Lage bin, mit mei­nen Hand­lun­gen etwas im posi­ti­ven Sin­ne zu bewir­ken. Wenn mich jemand nach mei­nen Erfolgs­er­leb­nis­sen fragt, so kann ich ohne lan­ge zu stu­die­ren, eini­ge auf­zäh­len. Ich kann auch im All­tag und nicht nur bei wich­ti­gen Ereig­nis­sen Erfol­ge erleben.
  • Die Bezie­hun­gen, die ich zu ande­ren Men­schen habe, neh­me ich posi­tiv wahr: Ich erle­be mich als Per­son, die mit Men­schen umge­hen kann, Kon­tak­te knüpft und nach­hal­tig pflegt und wenn nötig auch auf Distanz gehen kann. Ich füh­le mich ein­ge­bun­den in eine mich erfül­len­de Part­ner­schaft und befrie­di­gen­de Fami­li­en­be­zie­hun­gen. Ich habe Freunde/Freundinnen, auf die ich mich ver­las­sen kann.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 60

Thema Selbstwert: Das Werturteil über die eigene Person ist keine leichte Sache

Bei den kom­men­den Blogs geht es um den Selbst­wert. Der Selbst­wert ist der Wert, den eine Per­son sich selbst zuschreibt. Es ist eine sub­jek­ti­ve Bewertung.

Die Fra­ge nach dem Wert einer Sache ist uralt. Sie wur­de nicht erst mit der Ein­füh­rung des Gel­des gestellt, sie war bereits beim Tausch­han­del zen­tral. Der Mensch ist eigent­lich kei­ne Sache, trotz­dem stellt sich jeder wie­der­holt im Leben mehr oder weni­ger bewusst die Fra­ge nach sei­nem eige­nen Wert. Wert­los und dem­entspre­chend nutz­los sein, das will kein Mensch — unter kei­nen Umstän­den! Doch wie bestim­me ich mei­nen Wert? Ich tra­ge kein Preiseti­kett. Mein Wert wird auch nicht an der Bör­se gehan­delt. Bin ich wert­voll? Zur Beant­wor­tung die­ser Fra­ge benutzt der Mensch Regeln, Kri­te­ri­en und Bedin­gun­gen, anhand derer er die eige­ne Wer­tig­keit bestimmt. Die Psy­cho­lo­gie spricht vom Selbst­wert­kon­zept, das ein Mensch auf­stellt, um sei­nen Selbst­wert zu eva­lu­ie­ren und zu bilden.

Vom ers­ten Lebens­tag an sucht das Kind Reso­nanz auf sein Dasein. Das eige­ne Kind bedin­gungs­los zu lie­ben, ist wahr­schein­lich das Ziel aller Eltern. Das ist nicht immer so ein­fach. Im hek­ti­schen All­tag erlebt das Kind wahr­schein­lich häu­fig, dass es posi­ti­ve Reso­nanz erlebt, wenn es folg­sam ist — im Sin­ne, dass es das macht, was die Eltern von ihm erwar­ten. Dar­aus ergibt sich ein mög­li­ches Wert­kri­te­ri­um: Wert­voll sein, gut sein = brav sein, folg­sam sein. In der Schu­le erhält das Kind für das, was es leis­tet, Noten. Die­se bie­ten sich bes­tens als Mess­kri­te­ri­um für den eige­nen Wert an: Wert­voll sein, gut sein = gute Noten in der Schu­le. Für Jungs spielt es meis­tens eine Rol­le, wie stark, wie schnell und wie gut sie im Sport sind. Für Mäd­chen ist es häu­fig wich­tig, dass sie beliebt sind. Vie­le Freun­din­nen haben ist ein Zei­chen, dass mich die ande­ren mögen. In der Puber­tät rückt das Aus­se­hen in den Vor­der­grund, bei den Mäd­chen stär­ker als bei den Jungs. Wenn man sich beim Anblick in den Spie­gel eini­ger­mas­sen mag, ist der Selbst­wert okay — noch bes­ser ist, wenn die Bli­cke des ande­ren Geschlechts einem das gute Aus­se­hen bestätigen.

Als psy­cho­lo­gi­scher Bera­ter fra­ge ich im ers­ten Gespräch häu­fig auch nach den Inter­es­sen, Hob­bies und Stär­ken mei­nes Gegen­übers. Den meis­ten fällt es leicht, über ihre Inter­es­sen und Hob­bies zu erzäh­len. Auf die Fra­ge ihrer Stär­ken wis­sen vie­le kaum etwas zu sagen und kom­men in Ver­le­gen­heit. Ich bin über­zeugt, wür­de ich danach fra­gen, was für sie schwie­rig ist und ihnen Mühe berei­tet, fie­le ihnen die Ant­wort um eini­ges leich­ter. Die­se Fra­ge las­se ich bewusst weg. Die­se Situa­ti­on zeigt mir, dass im Selbst­bild, das man von sich inner­lich macht, die soge­nann­ten Schwä­chen bei vie­len mehr Raum bekom­men als die Stär­ken. Was hat dies mit dem Selbst­wert zu tun? Das Selbst­bild ist eine wich­ti­ge Quel­le für des­sen Bestimmung.

Ein Wert­ur­teil über die eige­ne Per­son zu fäl­len, ist eine pro­ble­ma­ti­sche Ange­le­gen­heit. Es ver­wun­dert nicht,  dass Selbst­wert­pro­ble­me mit Abstand die gröss­te Grup­pe emo­tio­na­ler und psy­chi­scher Pro­ble­me sind, die Men­schen im Lau­fe des Lebens zu schaf­fen machen. Ca. 80% der Pati­en­ten in ambu­lan­ter Psy­cho­the­ra­pie oder Bera­tung lei­den darunter.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 59

Thema Emotionen: Der Verstand kann helfen, Emotionen zu regulieren

Wir sind Emo­tio­nen nicht immer macht­los aus­ge­setzt. Wir kön­nen mit­tels Gedan­ken, Ent­schei­dun­gen und dar­aus resul­tie­ren­dem Ver­hal­ten emo­tio­na­les Erle­ben steuern:

  • Anja ist „nahe am Was­ser gebaut“ – es braucht nicht viel, dass sie zu wei­nen beginnt. Ihr ist dies jedes­mal sehr pein­lich, sie schämt sich. Sie ver­mei­det das Scham­ge­fühl beim Wei­nen, wenn ihr fol­gen­de Neu­be­wer­tung gelingt: Wei­nen in Gegen­wart ande­rer Men­schen ist nicht unan­ge­bracht, son­dern erlaubt und ist für mich hilf­reich, denn nach dem Moment des Wei­nens bin ich wie­der offen und frei, das begon­ne­ne Gespräch wei­ter­zu­füh­ren. Stra­te­gie: ein Ver­hal­ten, das mich emo­tio­nal in Schwie­rig­kei­ten bringt, anders, das heisst posi­tiv bewer­ten (kogni­ti­ve Neu­be­wer­tung).
  • Raf­fa­el kommt spät am Abend völ­lig erschöpft und nie­der­ge­schla­gen nach Hau­se. Nach einem sehr anstren­gen­den Arbeits­tag ging er noch ein­kau­fen und traf sich danach mit Kol­le­gen zu einem spä­ten Fei­er­abend­bier. Er konn­te am Gespräch gar nicht rich­tig teil­neh­men und fühlt sich, als er zu Hau­se ankommt, min­der­wer­tig. Die­ses Erleb­nis macht er nicht zum ers­ten Mal. Stra­te­gie: Ich kann mich je nach Befinden/Stimmung ent­schei­den, gewis­se Situa­tio­nen, von denen ich weiss, dass sie mir aktu­ell nicht gut tun, gezielt zu mei­den (Situa­ti­ons­aus­wahl). Für Rafa­el heisst das: Wenn er ermü­det ist, sich nicht mit Kol­le­gen zu einem Fei­er­abend­bier tref­fen. Auf­ge­passt: Wenn wir stän­dig aus Angst bestimm­te Situa­tio­nen mei­den, so ist dies kontraproduktiv.
  • Der Ter­min beim Zahn­arzt ist für Ste­fan jedes Mal sehr unan­ge­nehm. Er ist sehr schmerz­emp­find­lich. Er hat vor kur­zem den Zahn­arzt gewech­selt. Der neue Zahn­arzt ist nicht mehr rup­pig, son­dern sehr freund­lich. Aus­ser­dem hat es im War­te­zim­mer inter­es­san­te Zeit­schrif­ten. Das War­ten auf den unan­ge­neh­men Moment ist so erträg­li­cher. Stra­te­gie: Dort, wo Spiel­raum besteht, die Situa­ti­on so ange­nehm wie mög­lich gestal­ten (Situa­ti­ons­mo­di­fi­ka­ti­on).
  • Ste­fan hat noch etwas ande­res her­aus­ge­fun­den, was den Zahn­arzt­ter­min erträg­li­cher macht: Anstel­le, dass er gebannt auf den Boh­rer schaut, der sich sei­nem offen auf­ge­sperr­ten Mund nähert, schliesst er die Augen und ruft inne­re Bil­der sei­ner letz­ten wun­der­schön erleb­ten Feri­en ab. Stra­te­gie: Die Auf­merk­sam­keit auf emo­tio­nal posi­ti­ve Inhal­te len­ken (Auf­merk­sam­keits­steue­rung).
  • Mela­nie ist wütend und trau­rig. Ihr Chef hat sie in einem Mee­ting vor allen ande­ren kri­ti­siert und fer­tig gemacht. Gleich nach Arbeits­schluss ruft sie ihrer bes­ten Freun­din an und erzählt ihr, was vor­ge­fal­len war und wie sie sich nun fühlt. Stra­te­gie: Eine unan­ge­neh­me emo­tio­na­le Reak­ti­on mit Hil­fe eines Gespräch oder einer sehr ange­neh­men Tätig­keit (Musik hören, spa­zie­ren gehen, etwas Fei­nes essen …) zu modu­lie­ren suchen (Modu­la­ti­on der emo­tio­na­len Reak­ti­on).

Mit die­sem Blog been­de ich das The­ma Emo­tio­nen. Es folgt nun eine Som­mer­pau­se. Im August wer­de ich mit dem The­ma Selbstwert/Selbstvertrauen weiterfahren.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 58

Thema Emotionen: Der emotionale Stil

Jeder Mensch hat sei­ne eige­ne Art, wie er mit den Emo­tio­nen umgeht. Fol­gen­de Haupt-Kri­te­ri­en kenn­zeich­nen mei­nen indi­vi­du­el­len emo­tio­na­len Stil:

  • Wie häu­fig neh­me ich die ein­zel­nen wich­tigs­ten Grund­emo­tio­nen (Freu­de, Angst, Wut, Trauer)
  • Wie inten­siv neh­me ich sie wahr.
  • Zei­ge ich die wahr­ge­nom­me­ne Emo­ti­on auch gegen aus­sen oder behal­te ich die Emo­ti­on in mei­nem Innern. (Dabei spie­len mei­ne kon­kre­ten Vor­stel­lun­gen eine Rol­le, wel­che Emo­tio­nen man gegen aus­sen zei­gen darf und wel­che nicht. Das Zei­gen von Emo­tio­nen ist auch stark kontextabhängig.)

Selbst­ver­ständ­lich gibt es noch zahl­rei­che ande­re Kri­te­ri­en. Die hier genann­ten sind wie erwähnt Haupt-Kriterien.

Der emo­tio­na­le Stil ist nicht ange­bo­ren, son­dern jeder Mensch ent­wi­ckelt ihn im Lau­fe sei­nes Lebens.  Meis­tens  sind es wie­der­hol­te, sich ähn­li­che Lern­er­fah­run­gen, aus denen eine Art Mus­ter gebil­det wird. Das Mus­ter bewirkt in der Regel, dass schmerz­haf­te Emo­tio­nen ver­mie­den wer­den. Es wer­den Ver­mei­dungs- und Schutz­stra­te­gi­en gelernt und ange­wandt. Ein Schutz­me­cha­nis­mus zum Bei­spiel ist, dass eine der Grund­emo­tio­nen eine ande­re Emo­ti­on, die schmerz­haft ist, über­deckt. Hier­für ein Bei­spiel: Eine Frau ist sehr trau­rig, weil eine lang­jäh­ri­ge Bezie­hung in die Brü­che gegan­gen ist. Die gros­se Trau­er ver­deckt eine eben­so gros­se Wut, weil der Part­ner sie hin­ter­gan­gen hat.

Jan Gla­sen­app emp­fiehlt in sei­nem Buch  „Emo­tio­nen als Res­sour­cen“ fol­gen­den emo­tio­na­len Stil zu ent­wi­ckeln: Mit einem Stil, in dem alle Grund­emo­tio­nen dif­fe­ren­ziert und zu mehr oder weni­ger glei­chen Antei­len emp­fun­den wer­den, wird das Poten­ti­al und die Res­sour­cen der Emo­tio­nen am bes­ten genutzt. Dies ist die Grund­la­ge für einen fle­xi­blen Umgang mit Emo­tio­nen. Die inne­re Ver­füg­bar­keit von Alter­na­ti­ven in der emo­tio­na­len Reak­ti­on bil­det die Grund­la­ge, um je nach Situa­ti­on in einem emo­tio­na­len Gleich­ge­wicht zu blei­ben. Ist der per­sön­li­che emo­tio­na­le Stil stark durch Mus­ter geprägt, so benö­tigt es in der Regel eine pro­fes­sio­nel­le Beglei­tung, um einen fle­xi­ble­ren Umgang zu ent­wi­ckeln und einzuüben.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 57

Thema Emotionen: Trauer – ihre Begleitemotionen

Trau­er, aus­ge­löst durch den Ver­lust eines gelieb­ten Men­schen, ist eine schmerz­haf­te Erfah­rung, die Zeit braucht, um ver­ar­bei­tet zu wer­den. Inner­halb der Trau­er­ar­beit erlebt der betrof­fe­ne Mensch ver­schie­de­ne Pha­sen und emo­tio­na­le Zustände.

Die Todes­nach­richt, vor allem wenn der Tod plötz­lich und unver­hofft ein­trifft, wirkt häu­fig als Schock. Es folgt eine Schock­star­re: Der betrof­fe­ne Mensch erlebt sich wie eine Maschi­ne, emp­fin­dungs­los, erle­digt Din­ge wie ein Auto­mat, gefan­gen in der ver­zwei­fel­ten Hoff­nung „das kann doch nicht wahr sein — das ist nur ein böser Traum!“ Das inne­re Ver­nei­nen der Situa­ti­on weicht meist einem Hass auf den Tod, ver­bun­den mit Wut und Zorn. Die Wut kann sich sogar gegen den Ver­stor­be­nen rich­ten, weil er einen ver­las­sen und allein gelas­sen hat. Das Gefühl des Allein­seins kann Angst aus­lö­sen: „Nie­mand und Nichts kann die­sen inne­ren lee­ren Platz, der nun ent­stan­den ist, fül­len!“ Wenn Bekann­te und Freun­de die trau­ern­de Per­son „in ihrer Trau­er nicht stö­ren wol­len“ und sie „in Ruhe las­sen“, dann fühlt sie sich nicht nur allein, son­dern auch ein­sam. Vor allem in einem sol­chen Moment wächst ein star­kes Begeh­ren nach jener Nähe und Zärt­lich­keit, wel­che die ver­stor­be­ne Per­son einem gege­ben hat. Es kön­nen sich auch Schuld­ge­füh­le mel­den: Das Gefühl „nicht alles gege­ben zu haben“ oder „Din­ge nicht mit­ge­teilt zu haben, die eigent­lich hät­ten gesagt wer­den müs­sen“ oder Erin­ne­run­gen an Ver­let­zun­gen, die man dem ande­ren zuge­fügt hat. Hof­fent­lich erlebt die trau­ern­de Per­son auch Momen­te der Freu­de, ver­bun­den mit der Erin­ne­rung und dem Wis­sen, dass man viel Schö­nes und Wert­vol­les mit­ein­an­der erlebt hat. Sol­che Momen­te kön­nen zu einem Gefühl der Dank­bar­keit hin­füh­ren: „Sie/Er hat mein Leben berei­chert, die­sen Schatz kann mir nie­mand weg­neh­men“. So wird die Trau­er wie eine Art Pfand für das Kost­ba­re, das die ver­stor­be­ne Per­son für einen war.

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Psychologisches Sonntags-Häppchen Nr. 56

Trauer

Trau­er erle­ben wir, wenn uns etwas, das uns viel bedeu­tet, genom­men wird: Ein lie­ber Mensch oder ein gelieb­tes Tier, ein für uns wert­vol­ler Gegen­stand, kör­per­li­che Unver­sehrt­heit, Gesund­heit und Schön­heit. Es kann auch eine Hoff­nung sein oder ein erwar­te­ter Erfolg, der nicht ein­trifft, oder Hei­mat, die ver­lo­ren geht oder die man ver­las­sen muss. Vor Ver­lus­ten im Leben kön­nen wir uns nicht absi­chern. Trau­er hilft bei der Anpas­sung an einen Ver­lust. Sie ist eine spon­ta­ne, natür­li­che und selbst­ver­ständ­li­che Ant­wort auf Ver­lust. Sie schafft einen inne­ren und auch gegen aus­sen wir­ken­den Schutz­raum, der uns vor zu vie­len Rei­zen abschirmt. Psy­chisch beginnt ein Pro­zess, der uns hilft, sich von dem, was wir ver­lo­ren haben, zu lösen, zu ver­ab­schie­den und als Ver­lust zu akzep­tie­ren. Trau­er ist etwas sehr Per­sön­li­ches und fin­det einen sehr indi­vi­du­el­len Aus­druck: Eini­ge sind in ihren Gedan­ken stän­dig mit dem beschäf­tigt, was sie ver­lo­ren haben. Ande­re spü­ren nur noch eine gros­se inne­re Lee­re und haben das Gefühl, das Leben gehe an ihnen vor­bei. Man­che wol­len allein sein, ande­re sind sehr dank­bar, wenn sie Trost und Nähe erfahren.

Es gibt eine ruhi­ge Sei­te der Trau­er: Wir spü­ren eine inne­re Schwe­re, die uns zu läh­men scheint. Wir haben das Gefühl, stän­dig müde und erschöpft zu sein. Wir zie­hen uns zurück. Wir haben kaum Hun­ger. Am liebs­ten möch­ten wir nur noch schla­fen. Trau­er kann sich auch laut äus­sern: Wir wei­nen, schluch­zen, schrei­en. Wir fin­den kei­ne Ruhe und sind stän­dig mit irgend­et­was beschäf­tigt. Wei­nen ist gesund. Es dient dem Stress­ab­bau und för­dert die Erho­lung. Wei­nen ist oft mit Scham behaf­tet. Das soll­te nicht sein, denn Wei­nen ist ein natür­li­cher Vor­gang und wird von aus­sen meis­tens auch so wahr­ge­nom­men. In unse­rer Kul­tur wird die lau­te Sei­te der Trau­er wenig aus­ge­prägt gelebt. Man geht davon aus, dass man die­se mit sich selbst aus­macht und ver­ar­bei­tet. Geteil­te Trau­er hilft im Umgang mit dem oft tie­fen Schmerz auf­grund einer Verlusterfahrung.

Trau­er ist eine Emo­ti­on, die einen unter­schwel­lig län­ge­re Zeit beglei­tet. Sie war­tet dar­auf, dass man sich auf sie ein­lässt und durch sie hin­durch geht. Dabei ist es hilf­reich, beson­de­re Mit­tel und Wege zu fin­den, um sie aus­zu­drü­cken. Bei­spie­le:  Abschieds­ri­tua­le oder schöp­fe­ri­sche Tätig­kei­ten mit Mate­ria­li­en, die zum krea­ti­ven Tun anre­gen (z.B. Ton oder Papier und Farbe/Tinte). Trau­er  fin­det immer wie­der Aus­lö­ser (z.B. Erin­ne­run­gen) oder kommt oft ein­fach so und geht dann wie­der wie eine Wel­le. Wenn wir ihr nichts in den Weg stel­len, kann sie von selbst flies­sen und nach aus­sen gelan­gen. Wenn die Trau­er lan­ge all­ge­gen­wär­tig bleibt und alles über­la­gert, dann ist es ange­mes­sen, eine pro­fes­sio­nel­le Beglei­tung in der Trau­er­ar­beit  aufzusuchen.

The­ma des nächs­ten Psy­cho­lo­gi­schen Sonn­tags-Häpp­chens: Die Beglei­te­mo­tio­nen der Trauer

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