psychologische Beratung und Kinesiologie, Peter Fischer, lic.phil.I, Biel

Beweglich bleiben

Die kör­per­li­che Beweg­lich­keit ist nicht nur eine Fra­ge der kör­per­li­chen Fit­ness, son­dern auch eine Fra­ge der Bewe­gungs­mus­ter, die sich in unse­rem Gehirn ent­wi­ckelt haben.

Wol­len Sie dies gleich tes­ten? Unten an der Sei­te fin­den Sie eine Anlei­tung dazu.

Ich selbst prak­ti­zie­re seit län­ge­rer Zeit Übun­gen, die Tho­mas Han­na – er ist ein Schü­ler von Mos­he Fel­den­krais — ent­wi­ckelt hat. Sie hel­fen dem Gehirn, ange­lern­te ein­schrän­ken­de Bewe­gungs­mus­ter durch Bewe­gungs­ab­läu­fe zu erset­zen, die einen opti­ma­len Bewe­gungs­spiel­raum ermög­li­chen. Fol­gen­de Mus­kel­grup­pen wer­den bei die­sen Übun­gen ein­be­zo­gen: Die Streck­mus­keln des Rückens, die Beu­ge­mus­keln des Bauchs, die Tail­len­mus­keln, die an der Rumpf­dre­hung betei­lig­ten Mus­keln, die Mus­keln der Hüft­ge­len­ke und der Bei­ne, die Mus­keln des Nackens und der Schul­ter und die an der Atmung betei­lig­ten Mus­keln.

Ich zei­ge Ihnen die Übun­gen — ins­ge­samt acht — je eine pro Übungs­ein­heit, die 30–40 Minu­ten dau­ert. Die zu üben­den Bewe­gungs­ab­läu­fe sind ein­fach und benö­ti­gen nur einen durch­schnitt­li­chen Kraft­ein­satz. Meis­tens liegt man auf dem Boden, sei es auf dem Rücken oder auf dem Bauch. Eine Übungs­ein­heit, die 20 Minu­ten dau­ert, fasst sämt­li­che wich­ti­gen Bewe­gungs­ab­läu­fe zusam­men. Sie ist qua­si die Essenz aller Übun­gen und dient dazu, bei regel­mäs­si­ger Anwen­dung die neu gewon­ne­ne Beweg­lich­keit zu sta­bi­li­sie­ren und zu erhal­ten.

Ich gebe Ihnen schrift­li­che Unter­la­gen mit nach Hau­se, eben­so eine von mir erstell­te CD, auf wel­cher Sie für jede ein­zel­ne Übung ange­lei­tet wer­den, so dass sie ganz ent­spannt zu Hau­se die Bewe­gungs­ab­läu­fe durch­füh­ren kön­nen. Nach ein paar Wochen, in denen Sie die Übun­gen mind. 2x pro Woche aus­ge­führt haben, wer­den Sie bemer­ken, dass sich Ihre Kör­per­hal­tung beim Gehen, Sit­zen, und Lie­gen zu ändern beginnt. Das ent­spann­te Aus­füh­ren der Übun­gen tut auch der See­le gut.

 

 

Füh­ren Sie fol­gen­de Übung aus. Sie wer­den erle­ben, wie wich­tig die Rol­le des Gehirns für die Beweg­lich­keit ist. Stel­len Sie sich mit leicht gespreiz­ten Bei­nen gera­de hin und stre­cken einen Arm mög­lichst waag­recht zur Sei­te aus. Dann dre­hen Sie den Ober­kör­per, ohne die Bei­ne zu bewe­gen, zusam­men mit dem aus­ge­streck­ten Arm nach rechts hin­ten. Dre­hen Sie den Ober­kör­per und den Arm so weit wie es geht und mer­ken sich die Stel­le im Raum (z. B. an der Wand), auf die lhre aus­ge­streck­te Hand zeigt. Die meis­ten Men­schen spü­ren an die­ser Stel­le ein Zie­hen oder einen Schmerz, der signa­li­siert, dass es wei­ter nicht geht. Nun dre­hen Sie sich wie­der zurück in die Aus­gangs­po­si­ti­on, schlie­ßen die Augen und stel­len sich vor, dass Sie den Arm wie­der nach rechts hin­ten bewe­gen, aber dies­mal ohne ihn wirk­lich zu bewe­gen. Sie füh­ren dies­mal die Bewe­gung nur men­tal aus. Sie bewe­gen den Arm in der Fan­ta­sie. Wenn Sie mit ihrer Fan­ta­sie an den „End­punkt” vom ers­ten rea­len Durch­gang gekom­men sind, dann stel­len Sie sich vor, Sie wür­den den Arm doch noch etwas wei­ter bewe­gen. Und dann stel­len Sie sich vor, dass Sie den Arm sogar noch ein paar Zen­ti­me­ter oder Mil­li­me­ter wei­ter bewe­gen kön­nen. Jetzt öff­nen Sie die Augen und bewe­gen wie zu Beginn den rea­len Arm von der Aus­gangs­po­si­ti­on aus so weit wie mög­lich nach rechts hin­ten. Ver­glei­chen Sie anhand der gemerk­ten Stel­le im Raum: Wie weit kom­men Sie beim zwei­ten rea­len Durch­gang?